26. März 2021

Lebenslauf schreiben – Tipps für einen perfekten CV

Simona

In deinen Bewerbungsunterlagen ist dein persönlicher Lebenslauf essenziell. Er ermöglicht es Personalabteilung und Geschäftsführung, innerhalb einer Minute einen Überblick über die Fähigkeiten und Erfahrungen des Bewerbers zu verschaffen. Nicht selten wird die Entscheidung, ob eine Einladung zum Vorstellungsgespräch ausgesprochen wird oder nicht, anhand des vorliegenden Lebenslaufs gefällt.

Doch wie sieht der perfekte Lebenslauf für die Bewerbung aus? Gibt es ein universales Muster, die ideale Lebenslauf-Vorlage? Nein, denn jeder kann seinen Lebenslauf individuell gestalten – und sollte dies auch tun, denn so hebst du dich von der Konkurrenz ab.

Inhalt und Aufbau betreffend hat sich jedoch ein gewisser Standard durchgesetzt, den du beachten solltest. Wie dieser aussieht, erfährst du in folgendem Beitrag.

Was ist ein Lebenslauf?

Der Lebenslauf, auch Curriculum Vita, kurz CV, genannt, beinhaltet Informationen zu deiner Person, deinem schulischen und beruflichen Werdegang sowie zu deinen Kenntnissen und Interessen.

Er befindet sich in deinen Bewerbungsunterlagen an zweiter Stelle, nach dem Anschreiben. Im Gegensatz zum sprachlich ausformulierten Anschreiben ist der Lebenslauf tabellarisch aufgebaut und enthält lediglich Kerninformationen über dich in Stichpunktform. Insgesamt sollte er nicht mehr als ein bis zwei Seiten umfassen.

Tabellarischer Lebenslauf – Aufbau und Inhalt

Wie bereits erwähnt, gliedert sich der Lebenslauf grundlegend in vier Abschnitte: Persönliche Daten, schulische Ausbildung, Berufserfahrung und Kenntnisse. Optional können weitere Abschnitte hinzugefügt werden. Meist handelt es sich dabei um Angaben zu deinen Interessen, um einen persönlichen Eindruck zu vermitteln.

1. Persönliche Daten

Den Kopf deines Lebenslaufs bilden Angaben zu deiner Person: Vorname, Nachname, Geburtsdatum, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse sind Pflichtangaben, die in keinem Lebenslauf fehlen dürfen.

Im deutschsprachigen Raum ist es üblich, die persönlichen Daten um ein Bewerbungsfoto zu ergänzen. Dieses sollte möglichst professionell aussehen, daher empfiehlt sich ein Termin beim Fotografen. Ein gepflegtes Äußeres und zum Job passende Kleidung sind für ein gutes Bewerbungsfoto entscheidend.

2. Beruflicher Werdegang

Der Abschnitt Berufserfahrung fällt von Person zu Person unterschiedlich aus, abhängig von Alter, Ausbildungsdauer und Häufigkeit des Jobwechsels. Für Berufserfahrene bildet er den wichtigsten Teil des Lebenslaufs.

Da sich Personaler und Führungsebene am meisten für deine Qualifikation interessieren, solltest du hinsichtlich deines beruflichen Werdegangs nichts auslassen. Nebenjobs, Minijobs, Praktika, absolvierte Praxisphasen im dualen Studium sowie in der Berufsausbildung – gehören allerdings unter einen neuen Abschnitt – praktische Erfahrungen.

Beginne stets mit der jüngsten Station, beispielsweise deiner letzten bzw. aktuellen Stelle oder deinem zuletzt abgeschlossenen Praktikum. Neben einer genauen Angabe des Zeitraums der genannten Beschäftigung, darf eine stichpunktartige Beschreibung deiner Tätigkeitsfelder nicht fehlen. So vermittelst du, welche Fähigkeiten du bereits besitzt. Berücksichtige bei der Beschreibung die in der Stellenausschreibung gewünschten Qualifikationen.

3. Schulischer Werdegang

Informationen zu deiner Schulzeit, Ausbildung oder Studienzeit, aber auch größeren Umschulungen und Weiterbildungen werden in diesem Abschnitt geboten. Beginne auch hier mit der jüngsten Station.

Parallel zur beruflichen Erfahrung nennst du neben dem Titel des (angestrebten) Abschlusses den Zeitraum, Name und Art der Schule sowie den Ort des Schulbesuchs. Die Abschlussnote sollte ebenfalls erwähnt werden, außer sie fällt sehr schlecht aus.

Hast du eine Berufsausbildung abgeschlossen, kannst du zusätzlich Schwerpunkte und Details zu deinem Tätigkeitfeld nennen. Das gibt der Personalabteilung Hinweise auf deine bereits erworbenen Fähigkeiten.

4. Kenntnisse

Im Gegensatz zu deiner Berufsausbildung und Schulausbildung kannst du den Abschnitt Kenntnisse freier gestalten. Hier solltest du all jene Fähigkeiten beschreiben, die besonders für die angestrebte Stelle von Bedeutung sind.

Was auf keinen Fall fehlen darf, sind Angaben zu deinen Computerkenntnissen und Sprachkenntnissen. Zu den Computerkenntnissen gehört EDV-Wissen wie Software, Betriebssysteme oder Programmiersprachen, die du häufig nutzt. Nenne hierbei konkrete Begriffe wie: Office 365, Cisco, Veeam, Adobe Photoshop, JavaScript, Python, .NET etc. Auch Internet spezifische Fähigkeiten wie Blogging, Social-Media-Posting oder Ähnliches sind hier anzuführen.

Jeder Arbeitsgeber freut sich über Mitarbeiter, die mehrere Sprachen beherrschen. Liste daher unbedingt alle Sprachen auf, die du im Laufe deines Lebens gelernt hast. Deine Muttersprache gehört ebenfalls dazu und sollte an erster Stelle genannt werden.

Bewerte deine Sprachkenntnisse ehrlich – so vermeidest du, in peinliche Situationen zu kommen, wenn dein Fremdsprachwissen im Berufsalltag benötigt wird. Zu den meistgenutzten Abstufungen gehören „Muttersprache“, „Verhandlungssicher“, „Gute Kenntnisse“ und „Grundkenntnisse“.

5. Weitere Kenntnisse

Lies dir die Stellenausschreibung nochmals genau durch und prüfe, welche Qualifikationen sich der Arbeitsgeber wünscht respektive welche Aufgabenfelder dich erwarten. Bilden zum Beispiel Auslandsreisen einen zentralen Bestandteil deiner zukünftigen Tätigkeiten, solltest du den Besitz eines Führerscheins Klasse B angeben.

Umgekehrt gilt es, für die Stelle nicht relevante Fähigkeiten wegzulassen. Speziell wenn dein Lebenslauf ohnehin länger ausfällt ist es wichtig, nur zentrale Informationen anzugeben.

6. Weitere optionale Angaben

Nachdem du die Hard Facts zu deiner Person geliefert hast, kannst du mithilfe von weiteren Angaben wie Hobbys und Interessen, soziales Engagement oder Auslandsaufenthalte ein facettenreicheres Bild deiner Persönlichkeit zeichnen.

Auf diesem Wege verrätst du zugleich mehr über deine Soft Skills, sprich deine persönlichen und sozialen Kompetenzen. Wichtig ist dabei, diese nicht zu allgemein zu formulieren: Anstelle als Hobby lediglich „Reisen“ anzugeben, schreibe konkret, wo du warst und was du dort gemacht hast, beispielsweise „Rucksackreise durch Australien“.

Lebenslauf gestalten – das richtige Design

Nachdem du im ersten Schritt alle Informationen zu deiner Person gesammelt hast, geht es nun ans Design deines Lebenslaufs. Der Lebenslauf ist ein reines Faktendokument, dem du mithilfe des Designs Persönlichkeit verleihst.

Das Layout vermittelt einen ersten Eindruck von dir, noch bevor ein Wort deines Lebenslaufs gelesen wurde. Je ansprechender und übersichtlicher du deinen Lebenslauf gestaltest, umso leichter überzeugst du die Personalabteilung. Lesefreundlichkeit und schlichte Eleganz sind hierbei das A und O.

  • Schriftart und Schriftgröße: Greife auf eine klassische Schriftart wie Times New Roman oder eine serifenlose Schriftart wie Arial zurück; die Größe sollte 10-12 pt betragen.
  • Überschriften: Gliedere deine Informationen in Abschnitte mit größeren oder fett geschriebenen Überschriften
  • Farben: Nutze maximal 2-3 verschiedene Farben, am besten aus demselben Farbspektrum, z.B. verschiedene Blautöne; verzichte auf Signalfarben wie Rot
  • Trennlinien: Gliedere deinen Lebenslauf mithilfe von horizontalen und vertikalen Linien

Wenn du auf der Suche nach Inspiration bist, findest du online unzählige Lebenslauf-Vorlagen und Muster. Viele davon kannst du kostenlos downloaden und individuell anpassen.

beispielhafte CV Vorlage aus dem Internet

Weitere Tipps für deinen Lebenslauf

Wenn du die bereits genannten Punkte beachtest, hast du schnell einen aussagekräftigen, überzeugenden Lebenslauf erstellt. Der ein oder andere hilfreiche Zusatz-Tipp kann jedoch nicht schaden.

1. Das Bewerbungsfoto

Laut AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) ist das Bewerbungsfoto keine Pflicht mehr. Dennoch solltest du es deinem Lebenslauf hinzufügen – auch dann, wenn bereits ein Foto von dir auf dem Deckblatt zu sehen ist.

So hast du die Möglichkeit, zwei verschiedene Abbildungen zu platzieren, am besten mit unterschiedlicher Mimik. Dein potenzieller Arbeitsgeber kann sich auf diese Weise einen besseren Eindruck von dir verschaffen und hat ein deutlicheres Bild von dir vor Augen, während er deine Bewerbung durchliest.

2. E-Mail-Adresse

Deine E-Mail-Adresse ist wichtiger Bestandteil des Lebenslaufs. Jedoch sollte es sich dabei um eine seriöse Adresse handeln, die bestenfalls deinen Vor- und Nachnamen enthält.

Spitznamen, unpassende Abkürzungen oder Zusätze sollten vermieden werden. Notfalls legst du eine neue E-Mail-Adresse bei einem der vielen kostenlosen Anbieter wie Gmail oder GMX an.

3. Schulischer Werdegang vor Berufsausbildung

Schüler und Studienabsolventen können im Abschnitt zur Berufserfahrung meist nur wenig angeben. Wer keine bis wenig Praktika oder Werkstudentenjobs vorzuweisen hat, sollte daher den Abschnitt zur schulischen Ausbildung vor demjenigen über den beruflichen Werdegang – das heißt unmittelbar nach den persönlichen Angaben – platzieren.

Hast du nur wenig Praxiserfahrung vorzuweisen, kannst du Lücken im Lebenslauf füllen, indem du mehr Details zu deinem Nebenjob, Praktikum etc. verrätst.

4. Unwichtiges weglassen

Was gilt im Lebenslauf als wichtig, was als unwichtig? Grundlegend musst du das selbst entscheiden. Die Grundschulzeit wird beispielsweise nicht angegeben, da sie in den meisten Fällen nicht für den Arbeitsgeber relevant ist. Hast du jedoch deine Kindheit im Ausland verbracht, ist das für die Personalabteilung möglicherweise interessant.

Dasselbe gilt für Angaben zur Berufserfahrung: Generell sind die längsten ausgeübten Positionen, auch am wichtigsten. Warst du allerdings in einem Feld tätig, das mit der ausgeschriebenen Stelle übereinspricht, solltest du dieses unbedingt nennen – unabhängig davon, wie lange es zurückliegt oder wie lange du den Job ausgeübt hast.

5. Einheitliches Design

Deine Bewerbung ist ein Gesamtwerk, dessen einzelne Bestandteile aufeinander aufbauen. Achte daher beim Design deines Lebenslaufs darauf, dass er optisch zu Deckblatt, Anschreiben und sonstigen Unterlagen passt.

6. Abschließende Korrektur

Es mag überflüssig erscheinen dies zu erwähnen, aber eine abschließende Korrektur deines Lebenslaufs ist unverzichtbar. Am besten lässt du zwischen dem Erstellen deines Lebenslaufs und dem finalen Check etwas Zeit vergehen, zwischen einer Stunde und einem Tag.

Nun fallen Fehler, die du zuvor vielleicht übersehen hast, deutlicher auf. Zahlendreher und Rechtschreibfehler lassen sich auf diesem Wege vermeiden. Hilfreich ist es ferner, ein Familienmitglied oder einen Freund zu bitten, den Lebenslauf durchzulesen. Eine andere Perspektive bringt häufig gute Tipps mit sich.

Unser Mitarbeiter Ilkay D. beim Onboarding 2019 mit unserer Mitarbeiterin Simona H.

Lebenslauf schreiben und Traumjob finden

Einen Lebenslauf zu schreiben mag aufwendig erscheinen, dennoch lohnt es sich, Zeit und Aufmerksamkeit in Inhalt und Design zu stecken. Ein guter Lebenslauf ist entscheidend für jede Bewerbung und darüber hinaus wiederverwertbar: Einmal erstellt, kann der Lebenslauf auch für andere Stellenausschreibungen genutzt werden. Er muss lediglich um neue Abschlüsse, Berufserfahrungen, Kenntnisse etc. erweitert werden.

Solltest du dennoch Probleme haben einen guten CV zu erstellen, wende dich gerne an deinen Berater bei engaged & Company und lass dir bei der Erstellung deines Lebenslaufes helfen (Kontakt)

Wenn du bereits über einen aussagekräftigen Lebenslauf, aber nicht den idealen Job in der IT-Branche verfügst, wirst du sicher mithilfe unserer Jobsuche für die Bereiche Softwareentwicklung, IT-Infrastruktur und IT-Management fündig.

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